24.08.2013

Gehweg-Maut stößt auf Ablehnung


Die von der Bundesregierung angeblich nach den Wahlen geplante Gehweg-Maut stößt in der Bevölkerung auf Ablehnung. Das hat eine Umfrage von „Schöneres Leben“ ergeben. Kritisiert werden vor allem die umständlichen Prozeduren an den Maut-Stationen.


„Ich habe ja nichts gegen die Gehweg-Maut an sich – der Staat muss seine Aufgaben erfüllen“, sagt Gerda K., Rentnerin aus Hannover. „Aber muss ich wirklich jedesmal, wenn ich das Haus verlasse, in diese komische Maut-Box gehen und mein biometrisches Profil scannen lassen?“

Auch Heiko S., Student aus München, kann sich noch nicht so richtig mit den Plänen anfreunden: „Ich war immer für die Gehsteig-Maut. Es ist ja nicht einzusehen, dass die Lkw-Fahrer blechen, während Fußgänger für umme die Wege zertrampeln. Doch wenn ich jetzt höre, dass die Maut möglicherweise sogar für Privatwohnungen erhoben werden soll – wie soll ich den Weg vom Wohnzimmer in die Küche und ins Bad auf die Dauer bezahlen? Ich laufe nun mal gerne auf und ab, da werden ja jedesmal Gebühren fällig …“ Der systemkritische Student schränkt ein: „Wenigstens muss dann die Mensa billiger werden.“
                                                                                                               
Ein Regierungssprecher wiegelte auf SL-Anfrage ab. „Das ist alles noch nicht sehr konkret mit den Plänen. Vor der Bundestagswahl können wir gar nichts sagen. Nicht hierzu und eigentlich auch nicht zu sonst irgend einem Thema.“