03.08.2013

Schröder gibt zu: Ich wollte die Zahl der in Deutschland lebenden SPD-Mitglieder halbieren

Das nächste Bekenntnis eines ehemaligen Bundeskanzlers: Gerade erst hat Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl zugegeben, dass er Anfang der 80er Jahre

Keep smiling - Schröder genervt von SPD-Basis: "Wer ist jetzt schon wieder der Typ mit dem Schnurrbart?"
die Zahl der in Deutschland lebenden Türken halbieren wollte. Nun hat sich auch sein Nachfolger Gerhard Schröder geoutet: Seine umstrittenen Hartz-Reformen habe er eigentlich nur eingeleitet, weil er die Zahl der in Deutschland lebenden SPD-Mitglieder halbieren wollte.


"Immer diese ständigen Besuche in den Ortsvereinen bei der 'Basis', das hat irgendwann so genervt", bekennt der Ex-Kanzler. "Ich habe dann ausgerechnet: Bei halbierter Mitgliederzahl muss ich auch nur halb so viele Partei-Pflichttermine absolvieren. Also habe ich mehr Zeit zum Regieren - und natürlich", so Schröder mit Original-Schröder-Lachen, "zum Zigarrenrauchen neben dem Regieren."

Das Rezept ging fast vollständig auf: Rivale "Oskar Lafontaine hat sogar mitgeholfen, dabei konnten wir uns sonst nicht ausstehen!" Gemeinsam sorgten sie mit jeder Menge Zerwürfnis für rapide sinkende Mitgliederzahlen; und als Lafo weg war, ging es mit Hartz IV weiter in die richtige Richtung: nach unten.

Die SPD-Spitze profitiere davon noch heute: "Ohne meine Vorarbeit", ist sich Schröder sicher, hätte "der Steinbrück die Kanzler-Kandidatur gar nicht übernommen. Wer ständig mit SPD-Mitgliedern reden muss, hat kaum Zeit für Vorträge vor Unternehmern."



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Bild: Josef Neumayer / pixelio.de