20.09.2013

Wahl muss verschoben werden: NSA hat Auszählungssystem angezapft

Berlin (sl). Die Bundestagswahl 2013 muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Grund ist laut einem Sprecher des Wahlleiters, dass der US-Nachrichtendienst NSA das Auszählungssystem angezapft hat. Eine geheime Wahl sei somit nicht gegeben, hieß es. Man müsse jetzt völlig neue Systeme einrichten. Das werde sicherlich mindestens ein halbes Jahr dauern.


Auffälligkeiten bei einer Testwahl brachten die Datenschützer auf die richtige Spur

Vertreter der Parteien zeigten sich enttäuscht. „Jetzt muss ich mich noch ein halbes Jahr länger um konkrete Aussagen drücken“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU), fügte allerdings hinzu: „Na gut, eigentlich mache ich das ja sowieso immer.“ Und ihr Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) monierte: „Fuck!!! Jetzt muss ich weitere Monate auf Einnahmen aus Vorträgen verzichten, um einen auf Sozi zu machen!“

Ein Sprecher der NSA wiegelte hingegen ab: Man dürfe den Vorgang nicht überbewerten. Eigentlich sei man gar nicht wirklich an den Daten der Wähler dieses „drittklassigen Verbündeten“ interessiert. Das Ganze sei lediglich eine Übung, in der Azubis der NSA sich auf wichtigere Überwachungsaktionen vorbereiten.

Jürgen Trittin (Grüne) konnte der Angelegenheit auch Positives abgewinnen: „Am besten warten wir jetzt einfach ab, bis unsere Umfragewerte wieder steigen.“    

Foto(s): Alexander Hauk / Fadi