31.10.2013

Bischofsresidenz wird zu „Dokumentationszentrum Verschwendung“ – Problem: Gebäude zu klein

Limburg (sl). Die umstrittene Residenz des beurlaubten Bischofs Tebartz-van Elst soll zu einem „Dokumentationszentrum Verschwendung“ umgebaut werden. Dabei wird es keineswegs nur um die Vorgänge im Bistum gehen.


Für den Bischof selbst ist bereits eine Lösung gefunden (wir berichteten), nun ist auch die Frage geklärt, was aus der millionenteuren, verwaisten Residenz werden soll. Das Bistum plant gemeinsam mit der Landes- sowie der Bundesregierung ein Dokumentationszentrum für Fälle von Verschwendung jeglicher Art.

Das Problem: Die Residenz ist für diesen Zweck voraussichtlich deutlich zu klein. „Es werden Anbauten erforderlich sein“, bestätigt Projektleiter Hubertus zu Pückler-Goldsaß.

Die Mehrkosten für den Umbau werden auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt. „Falls das nicht reichen sollte, werden wir über die Mehrkosten selbstverständlich in unserem Dokumentationszentrum aufklären. Gegebenenfalls wird dafür das Gebäude auch noch einmal erweitert.“

Indessen wurde auch Kritik laut. Zahlreiche Experten sind der Ansicht, der Gebäudekomplex werde auch in der neuen Form bald viel zu klein sein.

Der Bund der Steuerhinterzieher monierte: „Spätestens, wenn wir auch Fälle von Verschwendung bei der EU dokumentieren wollen, müssen wir umziehen. Zum Beispiel in den ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof als früher flächengrößtes Gebäude der Welt.“ Falls dies nicht ausreiche, könne man die ehemalige Rollbahnfläche überbauen.               
                                           
Auch hierfür liegen bereits Pläne vor: 


Bilder: Cirdan (o), Joi