17.10.2013

CDU für Mindestlohn, wenn 50 % an die CDU gespendet werden


Ein Herz für Spender: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
Berlin (sl). Es ist die Zeit des Einlenkens in der Politik: Gerade sind die Republikaner in den USA eingeknickt, jetzt ist auch die hiesige CDU zu sensationellen Zugeständnissen bereit.
                                          

Jahrelang hatte sich die CDU gegen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn gesperrt. Die 8 Euro 50 pro Stunde, die die SPD festgeschrieben haben will, waren ein Haupthindernis bei den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl.                                  
Jetzt der unerwartete Durchbruch: Die CDU will die SPD-Forderung voll und ganz annehmen. Einzige Bedingung: Die Hälfte des Betrages, also 4 Euro 25, müssen als Spende an die CDU überwiesen werden, natürlich von jedem betroffenen Arbeitnehmer, ganzjährig und für jede Arbeitsstunde.

„Gleiches Recht für alle!“, sagte dazu ein CDU-Sprecher. „Wenn Autolobbyisten 690.000 Euro springen lassen, nachdem wir uns für niedrige Steuern bei Spritschleudern stark machen, muss das auch für die Arbeitnehmer gelten: Vor dem Gesetz der Parteienfinanzierung sind alle gleich.“

Die SPD ist dem Vernehmen nach einverstanden. „Ein großer Sieg für die Arbeiterklasse!“, hieß es aus der Parteizentrale. „Im Grunde haben jetzt wir die Wahl gewonnen!“

             
Foto: Alexander Kurz, Lizenz: CC-BY-SA-3.0