04.10.2013

Politiker und Prominente mahnen zu 364 Tagen der Zwietracht

Vor mehr als 100 Jahren von deutschen Gelehrten erfunden: Streitkultur
Überall in Deutschland (sl). Nach den Ende des Tages der deutschen Einheit rufen Politiker und Prominente dazu auf, sich auf die gewohnten 364 Tage der Zwietracht einzustellen.

Mit gutem Beispiel voran gehen wollen die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD. „Wir werden für langwierige, zähe Koalitionsverhandlungen sorgen, bei denen am Ende Ergebnisse herauskommen, über die sich zu Recht alle aufregen.“ Sie erinnerten daran, dass dies schon bei der letzten großen Koalition mit der saftigen Erhöhung der Mehrwertsteuer gelungen sei.

Allerdings seien die Verhandlungen damals zu schnell vorangegangen. „Diesmal streiten wir uns wirklich so lange wie irgend möglich“, versprachen mehrere Parteisprecher. „Selbst wenn sich CDU und SPD aus Versehen einig werden, schießt unter Garantie die CSU quer.“
     
Auch andere Politiker versprachen, das ihrige zu 364 Tagen der Zwietracht beizutragen. „Wir werden mit unerfüllbaren Forderungen dafür sorgen, dass die linke Mehrheit im Bundestag auf keinen Fall eine Regierung zustandebringt“, sicherte ein Linken-Sprecher zu. „Und wir beschäftigen uns erst mal mit internen Personalquerelen“, hieß es bei den Grünen.

Auch die meisten B- und C-Promis wollen für 364 Tage der Zwietracht sorgen. „Dafür wurde Promi Big Brother schließlich erfunden“, verriet ein Insider.

Ausgenommen von den 364 Tagen der Zwietracht ist lediglich Günter Jauch. „Irgendwie will sich mit mir einfach keiner streiten. Ich weiß auch nicht, was ich falsch mache“, bekannte der Moderator.
                    
                                         
Bild: Lothar Meggendorfer