06.11.2013

Guttenberg enttäuscht über ungenügende Plagiatsleistung Steinmeiers – Krisengespräch mit Kanzlerin



Berlin (sl). Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg hat sich entsetzt über die „ungenügende Plagiatsleistung“ des SPD-Fraktionsvorsitzenden Steinmeier geäußert.
 

Guttenberg monierte: „Ein ganz, ganz schwaches Bild. Statt echter, reinrassiger Plagiate nur ein Häuflein erbärmlicher Zitierschnitzer. Das ist öffentlich-rechtlicher Vorabend statt großes Hollywood-Kino.“  

Sein Versuch, in den illustren Kreis der Plagiatoren aufgenommen zu werden, sei kläglich gescheitert.                            

In einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel legte er seinen Standpunkt dar und empfahl, unter diesen Umständen die Koalitionsverhandlungen mit der SPD aufs Eis zu legen. Merkel betonte demgegenüber, sie wisse gar nicht, wem sie jetzt ihr volles Vertrauen aussprechen solle: „Das Regieren wird auch immer komplizierter. Ich glaube, ich brauche bald einen Ghost-Regenten.“

Auch Medienvertreter äußerten sich enttäuscht. Ein Chefredakteur sagte: „Es hätte so schön werden können: Monatelanges Leugnen, die Fitzelarbeit der manischen Plagiatsjäger, Schlammschlachten mit dem politischen Gegner, dann die quotenträchtige Rücktrittserklärung mit Pauken und Trompeten.

Anschließend wäre, wie bei Koch-Mehrin, ein sinn- und erfolgloser Prozess möglich gewesen, um noch einmal ordentlich Wind zu machen. Aber nein, Steinmeier musste ja halbwegs ordentlich zitieren, der Streber! So wird er das bleiben, was er immer schon war: ein Quotenkiller.“ 

Bild: Peter Weis