08.11.2013

Hartz-IV-Empfänger planen Börsengang

Frankfurt (sl). Tausende Hartz-IV-Empfänger planen offenbar einen gemeinschaftlichen Börsengang. Die sogenannte H-Aktie soll im Frühjahr 2014 an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet werden.

Vorbild für die ungewöhnliche Aktion ist nach Angaben eines Sprechers der Börsengang von Firmen wie Facebook und neuerdings Twitter.

„Wir haben festgestellt, dass wir als Hartz-IV-Empfänger viele Gemeinsamkeiten mit Twitter und Co. haben: Wir machen keine Gewinne, viele halten uns für unnütz, aber wenigstens kennt uns jeder, und es gibt uns überall.“

Mit dem Börsengang wollen die mutigen Hartz-IV-Empfänger Geld einsammeln, um „verstärkt zu investieren und mittelfristig in die Gewinnzone zu kommen“, hieß es.

Analysten geben dem Unterfangen durchaus Chancen. „Wenigstens stehen hinter der H-Aktie sehr viele reale Menschen. Da haben wir in den Zeiten der Dotcom-Blase schon ganz andere Luftnummern erleben müssen“, meint ein Experte von Goldbrand Sachs.

Noch geklärt werden muss, wie vermieden werden kann, dass die späteren Milliardengewinne auf die Alg-II-Sätze angerechnet werden. Auch hier sind Fachleute optimistisch: „Wenn das Geld da ist, können sie auch Lobbyisten bezahlen, die für die nötigen Gesetzesänderungen sorgen.“



Bild:  Dontworry