18.11.2013

Vorstoß: Doktorarbeiten bald auch in Copyshops möglich


Kiel/Berlin (sl). Wer sich mit einem Doktorgrad schmücken möchte, muss bislang an einer Universität herumforschen. Das wird sich bald ändern.  

                              
Zunächst kam aus Schleswig-Holstein der Vorschlag, dass Promotionen künftig auch an Fachhochschulen möglich sein sollen. Einer Gruppe einflussreicher Politiker reicht das nicht aus: Doktorarbeiten sollen bald auch in Copyshops erstellt werden können.                                                                                                
Zur Begründung sagte der Sprecher der Initiative, Dr. Dr. h.c. Hewlett zu Packard: „Wir müssen die Vorgänge entbürokratisieren und an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts anpassen. Wer heutzutage Karriere machen will und hierfür einen prestigeträchtigen Doktortitel braucht, kann doch nicht im Ernst jahrelang an einem Thema herumdoktern, das nur fünf Leute interessiert. Wenn überhaupt.“
                                                                            
Zudem böten Copyshops ein angemessenes Ambiente für ambitionierte Forschungen: „Etwa 50 Prozent ihrer Zeit verbringen Studenten sowieso mit dem Kopieren von Fachliteratur. Eigentlich ist es Verschwendung, daneben noch teure Universitätsgebäude zu unterhalten.“                                                                        

Seinen Berechnungen zufolge seien Copyshops bei den Kosten pro Doktortitel wesentlich günstiger als Universitäten und auch Fachhochschulen. „Bei 9 Cent pro Seite kostet eine übliche Forschungsschwarte nur einen Bruchteil eines durchschnittlichen Stipendiums. Das muss den Steuerzahler freuen.“

Bild: Joseph Barillari