09.12.2013

52-Jähriger erkennt plötzlich, dass er blöd ist



Ein 52-jähriger Mann wurde von einer plötzlichen, bahnbrechenden Erkenntnis befallen: „Ich bin blöd wie nur was“, sagte Rüdiger N. auf einer Pressekonferenz zu seinem Outing als Trottel.                                              
                                                                                                                                            
Auf die Frage, weshalb er nicht früher auf den Gedanken gekommen sei, antwortet er: „Ich war zu blöd, es zu merken.“ Daher auch die ständigen Missverständnisse in seinem Leben: „Dauernd dachte ich, die anderen wären dämlich, weil sie so komische Sachen machen, die ich nicht verstehen kann. Erst jetzt wurde mir klar: Eigentlich bin ich der Depp.“

So wie Rüdiger N. geht es anscheinend vielen. „Er ist kein Einzelfall“, betont Dummheitsforscher Hans Schlickenbach. „Viele Menschen bemerken bis an ihr Lebensende nicht, dass sie blöd sind, und denken fälschlicherweise, die anderen seien die Schwachköpfe. Ein erschütterndes Schicksal. Auch ich habe erst mit Ende 50 gemerkt, was für ein Idiot ich bin.“

Im Übrigen, fügt Schlickenbach hinzu, sei in diesen Fällen Selbsterkenntnis nur in Ausnahmefällen der erste Schritt zur Besserung. „Bei mir hat es jedenfalls nicht geholfen.“



Bild: greeblie