16.04.2014

EU-Forderung: Deutschland soll Grammatik an europäische Standards anpassen


Brüssel (sl). Die EU-Kommission fordert eine grundlegende Neuregelung der deutschen Grammatik. Unter anderem wegen der Bedeutung Deutschlands als Einwanderungsland sei eine Anpassung überfällig. Die „mobilitätshemmende Wirkung der deutschen Grammatik und Rechtschreibung“ entspreche nicht der in der EU geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit.



So soll das berüchtigte Zusammenschreiben von Bandwurmwörtern wie
Steuerhinterziehungsbekämpfungsverordnung und Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz im Deutschen verboten werden. 

Die Forderungen der EU gehen jedoch noch weiter: Die unlogische Vermischung von grammatikalischem und natürlichem Geschlecht müsse aufgehoben werden, künftig daher nur noch statt „das Mädchen“ „die Maid“, außerdem „der Mensch / die Menschin sowie der Person / die Personin“.
                                                                                                                                 

Jedoch fehlten auch im Duden noch z. B. die maskulinen Formen etwa zu „die Geisel“ und „die Koryphäe“. Auch „das Genie“ müsse dringend in „der Genie / die Genienin“ gesplittet werden.

Zur Umsetzung der EU-Forderungen haben Deutschland und Österreich drei Jahre Zeit. Danach müsse mit Strafzahlungen für nicht EU-konformen Sprachgebrauch gerechnet werden.                                                                   
                                                                                                                                           
Geregelt werden soll dies in der EU-Richtlinie „Wörterverkürzungs- und Grammatikvereinfachungsinitiativüberwachungsverordnung“.   

Bild:


JLogan