01.04.2014

Warnung: Aprilscherze erst nach Feierabend zulässig


Berlin. Die Bundesregierung erinnert daran, dass nach einem neuen Gesetz Aprilscherze erst nach Feierabend zulässig sind. "Aprilscherze während der Arbeit können teuer werden", warnt ein Regierungssprecher. Arbeitgeber dürfen ihren Beschäftigten den Gegenwert von bis zu zwei Stunden Tätigkeit vom Gehalt abziehen, wenn sie den "Betrieb durch Aprilscherze behindern". 


Das Gesetz war erst gestern um 0:26 Uhr in 12-sekündiger Lesung vom Bundestag verabschiedet worden. Es ist bereits in Kraft. Der Regierungssprecher erläuterte, es sei mittlerweile in zahlreichen Fällen angewendet worden.                         

Mit dem Gesetz reagierte die Regierung nach eigenen Angaben auf Studien wirtschaftsnaher Institute. Demnach können Aprilscherze zu Produktionsausfällen führen, weil die durch sie ausgelöste Verwirrung Arbeitsabläufe verzögere oder durcheinander bringe. Der volkswirtschaftliche Schaden und die damit indirekt einhergehenden Steuerausfälle seien nicht hinnehmbar.
Ausgenommen von der neuen Regelung sind lediglich Aprilscherze, die die Bundesregierung selbst zum Thema haben. Die Einschränkung wurde auf persönlichen Wunsch von Angela Merkel eingefügt, hieß es. Die Kanzlerin wolle damit offenbar dem Eindruck vorbeugen, humorlos zu sein.